Erfolgreiches Erasmus-Projekt: Hagener Jugendliche vernetzen sich europaweit, um die „Stadt der Zukunft“ zu entwickeln

 

Hagen. Das europaweite Projekt „The town as a friendly space for developing entrepreneurship and creativity" wird von den Berufsbildenden Maßnahmen der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen weiter mit Leben und Inhalten gefüllt: am Ende des Projekts im kommenden Jahr sollen Auszubildende ihre „Stadt der Zukunft“ entwickelt haben. Dafür finden seit fast zwei Jahren Bildungsreisen in ganz Europa statt, die dieses Erasmus-Projekt nicht nur einzigartig, sondern auch erfolgreich machen.


Haben die Ergebnisse des Besuchs in Ungarn ausgewertet (von links): Fabian Schelberg, Matthias Knop, Angela Wilke-Peil, Kathrin Poethke, Birgit Dabruck und Katharina Fries.Haben die Ergebnisse des Besuchs in Ungarn ausgewertet (von links): Fabian Schelberg, Matthias Knop, Angela Wilke-Peil, Kathrin Poethke, Birgit Dabruck und Katharina Fries.„Wir sind von dieser Chance, Europa unseren Auszubildenden näher zu bringen, begeistert“, so Birgit Dabruck von der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen. „Neue Sichtweisen einzunehmen, offen und tolerant innerhalb dieses Projektes Menschen aus vielen Ländern zu begegnen und in englischer Sprache zu kommunizieren, sind Erfahrungen, die sich positiv auf die berufliche Positionierung auswirken.“


Nach den Bildungsreisen nach Polen, Rumänien, Bulgarien, Frankreich und Portugal, haben jetzt die Hagener Auszubildenden Katharina Fries (Auszubildende zur Einzelhandelskauffrau), Fabian Schelberg und Matthias Knop (beide absolvieren eine Ausbildung zum Koch), Ungarn besucht.
„Der Vergleich vom Leben in einer Stadt und auf dem Land stand in Ungarn ebenso auf unserer Projektagenda, wie das Thema soziale Ausgrenzung“, berichten Katharina Fries, Fabian Schelberg und Matthias Knop. Während Katharina Fries und Matthias Knop die Infrastruktur der Städte präferieren und damit den Trend der weiteren teilnehmenden Jugendlichen wiederspiegeln, bevorzugt Fabian Schelberg das ländliche Leben. „Ungarn ist landschaftlich geprägt, das hat mir gefallen.“ Die Eindrücke, die alle drei mitgenommen haben, seien durchweg positiv, „der Austausch untereinander war gut, die Erfahrungen helfen uns im Alltag weiter.“


Insgesamt 27 Hagener Jugendliche sind in diesem Projekt involviert, jeweils drei von ihnen besuchen eines der am Projekt beteiligten Länder (Bulgarien, Rumänien, Polen, Ungarn, Tschechien, Litauen, Portugal, Frankreich, Italien und Deutschland), gemeinsam werden dann die Erfahrungen ausgetauscht und ausgewertet.


Im Februar werden rund 50 Jugendliche im Rahmen des Erasmus-Projekts in Hagen erwartet, Toleranz lautet dann das Thema. Davor steht allerdings noch eine Bildungsreise nach Litauen auf dem Programm. Die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen ist dann mit zwei Auszubildenden zur Floristin und einer weiteren zur Hauswirtschafterin dabei. Jeder Teilnehmer soll dabei einen Film über seine Heimatstadt präsentieren.


Der Hintergrund für alle teilnehmenden Städte an diesem Projekt ist ähnlich: die Jugendlichen leben in tendenziell strukturschwächeren Regionen. Vor diesem Hintergrund dienen die Besuche dazu, gemeinsam an Lösungen für die Zukunftsfähigkeit von Städten und Regionen aus Sicht der Jugendlichen zu arbeiten. Mehr dazu und zu den bisherigen Ergebnissen ist im Internet unter www.10towns.eu nachzulesen.

 

Am ersten Tag in Ungarn kamen die Jugendlichen und ihre Lehrer zu einem „Flash-Mob“ zusammen. Der erste Tag sei „entscheidend für das Miteinander der Gruppe und damit auch für die Ergebnisse der Workshops“, berichtet Birgit Dabruck.Am ersten Tag in Ungarn kamen die Jugendlichen und ihre Lehrer zu einem „Flash-Mob“ zusammen. Der erste Tag sei „entscheidend für das Miteinander der Gruppe und damit auch für die Ergebnisse der Workshops“, berichtet Birgit Dabruck.

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